weiblich, engagiert, stark – Frauen in der Grünen Kommunalpolitik

Vor 100 Jahren kämpften Frauen für die Einführung des Frauenwahlrechts und die Mitgestaltung der Gesellschaft über die Politik. Diese Ziele sind mittlerweile erreicht – Frauen sind aber in Parteien und Kommunalparlamenten noch immer noch unterrepräsentiert.

Die politische Kultur einer Männerdomäne – ein Hindernis für Frauen?!

Politik ist nach wie vor eine Männerdomäne. Auch in Much ist der Frauenanteil sehr viel geringer als der Männeranteil.

Frauen zögern bei der Entscheidung sich politisch zu engagieren und überlassen häufig ihren scheinbar durchsetzungsstärkeren männlichen Kollegen das Feld. Dies hat viele Gründe:

Frauen haben keine Lust auf Machtkampf – sie suchen sich lieber andere Bereiche, in denen sie etwas bewirken können.

Frauen müssen sich gegen gesellschaftliche Zuschreibungen wehren – sie gelten als emotional, mitfühlend, sanft, vorsichtig, … Männer hingegen als durchsetzungsstark, aggressiv, rational, selbstbewusst, … Weibliche Eigenschaften scheinen eher ungeeignet für die Herausforderungen der Politik.

Frauen unterdrücken ihre Stärke häufig, bedienen Rollenklischees, suggerieren mangelnde Führungs- und Durchsetzungskompetenzen.

Frauen schreckt der eher männlich geprägte Kommunikationsstil in der Politik ab – es wird endlos diskutiert, Machtkämpfe werden ausgetragen, man möchte sich profilieren, … Bei der Listenbesetzung nehmen Frauen daher einen hinteren Platz in Kauf oder suchen sich andere Beteiligungsformen aus.

Frauen schaffen den Schritt in die Politik trotz Quotenregelungen häufig nicht, da ihnen die Mehrfachbelastung nicht den notwenigen Zeitrahmen bietet, um sich zufriedenstellend politisch zu engagieren.

Frauenquote/Frauengruppen bei den Grünen

Bei den GRÜNEN gibt es viele gute Erfahrungen mit Frauenquoten. In keiner Partei gibt es so viele Frauen wie hier. Die Quote sorgt dafür, dass auch Frauen in hohe, machtvolle Positionen gebracht werden.

Die eher informelle „Grüne Frauengruppe“ erleichtert Frauen den Einstieg in die Politik. Erfahrbar und Erlebbar ist ein vertrauensvoller, ermutigender, solidarischer Umgang der ermutigt und stärkt, in dem Frauen sich mit ihren Vorstellungen und Kompetenzen schrittweise ausprobieren und entwickeln können. Darüber ist es möglich, gemeinsam Strategien zu entwickeln, mit denen Frauen sich gestärkt positionieren und damit angreifbar machen können. Es gelingt leichter, einen neuen weiblichen politischen Stil einzubringen und männliche Strukturen aufzubrechen – innerparteilich und in der Kommunalpolitik.

Trotz aller Kritik an der männerdominierten Politik, ist es auch Frauenaufgabe sich dieser Herausforderung zu stellen und einen neuen Stil zu prägen – selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und mutig. Es braucht sichtbare Frauen in der Politik, die den weiblichen Blick in das politische Geschehen bringen, die Vorbilder für junge Frauen sind und anderen Frauen Mut machen sich zu engagieren.

Denn: Es braucht eine politische Kultur, die vielfältigen Kompetenzen Raum gibt – jenseits von Machtstreben und Machtkampf. Nur so kann es gelingen, eine gendergerechte, tolerante Gesellschaft zu entwickeln.

Was die Mucher Grünen ermöglichen, um die Fifty-Fifty Lösung zu erreichen

Gespräche mit interessierten Frauen über deren Vorstellungen und Möglichkeiten sich zu engagieren und das gemeinsame Finden von stimmigen Lösungen.

Regelmäßige Treffen in der Frauengruppe, im Grünen Ortsverband und nach Übernahme eines Amtes in der Fraktion.

Ein Mentoringprogramm zum Einstieg in die Politik.

… und ganz wichtig: männliche Kollegen, die das Ziel unterstützen und offen für den Dialog sind

Interessiert Frauen – meldet euch!

gruene.much@web.de